
Wir kümmern uns um die tägliche Pflege, bewahren die Routinen, die Ihrem Angehörigen Sicherheit geben, und sind auch an schweren Tagen mit Geduld da.
Vor kurzem hat der Arzt die Diagnose gestellt: Demenz oder Alzheimer. Vielleicht haben Sie es schon länger geahnt, weil Termine vergessen wurden, immer wieder dieselben Fragen gestellt werden, der Haushalt anders aussieht. Sie wissen noch nicht, was als Nächstes auf Sie zukommt, und wo Sie jetzt anfangen sollen.
Sie pflegen seit Monaten oder Jahren. Aber Demenz ist anders als andere Krankheiten: Sie verändert die Person, die Sie kennen. Die Nächte sind unruhig, die Gefühle wechselhaft, das Vertraute wird fremd. Sie sind nicht nur körperlich erschöpft, sondern auch innerlich, weil Ihr Angehöriger immer weniger der Mensch ist, den Sie kannten.
Ihr Angehöriger wohnt allein und schafft den Alltag gerade noch. Aber bei jedem Besuch merken Sie: Es wird unsicherer. Der Herd bleibt manchmal an, die Tür ist abends nicht abgeschlossen, Anrufe werden nicht beantwortet. Sie brauchen jemanden, der regelmäßig kommt und schaut, ob alles in Ordnung ist.
Wir arbeiten mit kleinen festen Teams, damit immer dieselben 2-3 Pflegekräfte zu Ihrem Angehörigen kommen. So entsteht Vertrauen, das bei Demenz besonders wichtig ist. Wir halten uns an die Abläufe, die er oder sie gewohnt ist, und bewahren die kleinen Rituale, die dazugehören.
Beim Aufstehen, Waschen, Anziehen und Essen sind wir mit der Geduld da, die Demenz braucht. Wir erinnern an Mahlzeiten, Tabletten und Termine, gehen gemeinsam spazieren oder spielen ein einfaches Kartenspiel. So wird der Tag wieder strukturierter, ohne Hektik.
Demenz verändert sich oft schleichend. Wir geben Medikamente nach Plan und achten bei jedem Besuch darauf, wie es Ihrem Angehörigen geht, körperlich wie seelisch. Auffälligkeiten melden wir an Sie und an den Hausarzt zurück, damit nichts übersehen wird.
Auch mit Demenz gibt es vieles, das Ihr Angehöriger noch sehr gut kann: Wäsche zusammenlegen, Teig kneten, ein Lied von früher mitsingen, alte Fotos anschauen, Geschichten aus der Jugend erzählen. Wir nehmen uns Zeit für diese Momente und sorgen dafür, dass sie nicht verloren gehen.
Demenzpflege fordert Sie Tag und Nacht, und es ist okay, wenn Sie selbst eine Pause brauchen. Wir übernehmen für ein paar Stunden oder länger, damit Sie durchatmen, ausschlafen oder einfach mal aus dem Haus können. Mit der Sicherheit, dass Ihr Angehöriger in guten Händen ist.
Die Pflegekasse übernimmt die Kosten je nach Pflegegrad bis zu einem festgelegten Höchstbetrag pro Monat:
Pflegegrad 2: 796 €
Pflegegrad 3: 1.497 €
Pflegegrad 4: 1.859 €
Pflegegrad 5: 2.299 €
Auch bei Pflegegrad 1 gibt es den Entlastungsbetrag von 131 € pro Monat. Zusätzlich kann Verhinderungspflege genutzt werden, um Sie als Angehörige zu entlasten.
Mehr dazu auf der Seite „Kosten & Pflegeberatung".
Demenzpflege ist mehr als nur Hilfe beim Waschen oder Essen. Sie folgt den Bedürfnissen eines Menschen mit Demenz: mit Geduld, mit festen Bezugspersonen und mit Routinen, die Sicherheit geben. Es geht darum, den Alltag so zu gestalten, dass Ihr Angehöriger sich aufgehoben fühlt, auch wenn vieles unklar ist.
Beides gehört bei Demenz oft dazu. Aggression ist meistens Ausdruck von Überforderung, Schmerz oder Angst. Wir gehen ruhig damit um und wissen, wie man solche Situationen deeskaliert. Wenn Ihr Angehöriger die Wohnung verlassen will und sich nicht mehr orientieren kann, besprechen wir mit Ihnen sinnvolle Maßnahmen wie Türsicherungen, Hinweise oder manchmal auch ein GPS-Notfallarmband. Mit beidem haben wir Erfahrung.
Ja, bei Demenz ist das besonders wichtig. Wir arbeiten mit kleinen festen Teams (2-3 Bezugspersonen), die Ihr Angehöriger kennt. Wechselnde Gesichter verunsichern bei Demenz stark, deshalb planen wir hier besonders sorgfältig.
Wenn Sie Ihren Angehörigen selbst pflegen und einmal nicht können, wegen Urlaub, einer Familienfeier oder einer eigenen Krankheit, springen wir ein. Das läuft über die Verhinderungspflege und wird von der Pflegekasse bezahlt. Am besten lernen wir Ihren Angehörigen schon vorher in Ruhe kennen, damit am Tag des Einsatzes kein fremdes Gesicht vor der Tür steht.
Lieber früher als später. Bei Demenz braucht es Zeit, bis sich Ihr Angehöriger an neue Gesichter gewöhnt hat. Wenn wir erst kommen, wenn die Demenz schon fortgeschritten ist, ist das Eingewöhnen viel schwieriger. Auch wenn Sie noch viel selbst stemmen, ein paar Stunden Entlastung pro Woche tun gut, für Sie und für Ihren Angehörigen.
In den meisten Fällen innerhalb weniger Tage. Bei Demenz ist es oft sinnvoll, mit einem Kennenlerntermin zu beginnen, bevor die regelmäßige Pflege startet, das gibt Ihrem Angehörigen Zeit, sich an uns zu gewöhnen.

Ihre Ansprechpartnerin
Pflegedienstleitung
Mo-Fr 8-15 Uhr erreichbar
In einem ersten Gespräch hören wir zu und schauen gemeinsam mit Ihnen, was wirklich passt — für Sie selbst oder Ihre Angehörigen. Tragen Sie sich unverbindlich ein und wir melden uns bei Ihnen.