
Egal ob Waschen, Anziehen, Aufstehen, Essen oder der Gang zur Toilette, wir helfen dort, wo es alleine zu schwer wird.
Das Bett verlassen, sich waschen, frische Sachen anziehen. Was jahrelang selbstverständlich war, ist plötzlich Schwerstarbeit. Vielleicht fehlt die Kraft, vielleicht ist da die Angst zu fallen, vielleicht klappt es nicht mehr mit dem Kreislauf. So vergeht der Vormittag und die Energie ist weg, bevor der Tag richtig anfängt.
Sie pflegen seit Monaten oder Jahren, und das tägliche Heben, Stützen und Duschen geht an Ihre eigene Substanz. Vielleicht haben Sie Rückenschmerzen, schlafen schlecht, sind ständig erschöpft. Sie würden gerne weiterhelfen, aber Sie merken: Auf Dauer geht das nicht gut, weder für die Person, die Sie pflegen, noch für Sie selbst.
Vielleicht wohnen Sie nicht in der Nähe, vielleicht arbeiten Sie Vollzeit, vielleicht haben Sie eine eigene Familie zu versorgen. Sie schauen so oft vorbei, wie es geht, um sicher zu sein, dass alles in Ordnung ist. Aber zwischen den Besuchen bleibt die leise Sorge: Wird heute gegessen? Klappt das Waschen noch? Ist jemand da, falls etwas passiert?
Wir helfen beim Waschen am Waschbecken, beim Duschen oder Baden, beim Haarewaschen, beim Rasieren, bei der Mund- und Zahnpflege und bei der Hautpflege mit Cremes oder Lotionen.
Hilfe beim Anziehen am Morgen, beim Umziehen tagsüber und beim Ausziehen vor dem Schlafen. Auch beim Anlegen von Kompressionsstrümpfen oder orthopädischen Hilfsmitteln.
Aufstehen aus dem Bett, Hinlegen am Abend, Hilfe beim Sitzen, Stehen oder Gehen — auch mit Rollator oder Gehstock. Sichere Begleitung durch die Wohnung. Hilfe beim Wechsel der Liegeposition im Bett.
Essen anrichten und anreichen, ans Trinken erinnern, Hilfe bei der Nahrungsaufnahme. Hilfe beim Gang zur Toilette, beim Wasserlassen oder Stuhlgang, Wechseln von Einlagen oder Inkontinenzhosen.
Bei jedem Besuch schauen wir, wie es Ihrem Angehörigen geht — Hautveränderungen, Stimmung, Schmerzen, Appetit. Wenn etwas auffällt, melden wir uns bei Ihnen oder direkt beim Arzt.
Grundpflege gehört zu den sogenannten Pflegesachleistungen. Wenn ein Pflegegrad anerkannt ist, übernimmt die Pflegekasse die Kosten — je nach Pflegegrad bis zu einem festgelegten Höchstbetrag pro Monat:
Pflegegrad 2: 796 €
Pflegegrad 3: 1.497 €
Pflegegrad 4: 1.859 €
Pflegegrad 5: 2.299 €
(Stand 2026. Pflegegrad 1 hat keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen, aber andere Leistungen wie den Entlastungsbetrag.)
Wenn noch kein Pflegegrad anerkannt ist, helfen wir Ihnen beim Antrag — mehr dazu auf der Seite „Kosten & Pflegeberatung".
Grundpflege ist die Hilfe bei den ganz alltäglichen Dingen am Körper: Waschen, Anziehen, Aufstehen, Essen, der Gang zur Toilette. Im SGB XI (§14) sind es vier Bereiche: Körperpflege, Mobilität, Ernährung und Ausscheidung. Wenn diese Dinge alleine nicht mehr richtig gehen, übernimmt ein ambulanter Pflegedienst sie — bei Ihnen zu Hause, so oft am Tag wie nötig.
Zur Grundpflege zählen keine medizinischen Tätigkeiten wie Spritzen, Verbände, Wundversorgung oder Medikamentengabe — das ist Behandlungspflege und läuft über die Krankenkasse. Auch Putzen, Einkaufen, Kochen oder Wäsche gehören nicht dazu — das ist hauswirtschaftliche Versorgung und eine eigene Leistung. Wir bieten alle drei an und kombinieren sie auf Wunsch.
Wir arbeiten mit festen Teams. Sie und Ihr Angehöriger lernen 2-3 Pflegekräfte kennen, die abwechselnd zu Ihnen kommen — nicht jedes Mal jemand Neues.
Das hängt vom Bedarf ab. Manche Familien brauchen uns nur morgens für eine halbe Stunde, andere mehrmals täglich (morgens, mittags, abends), wieder andere nur an bestimmten Tagen. Wir planen das gemeinsam mit Ihnen und passen es an, wenn sich der Bedarf ändert.
Oft starten wir mit der sogenannten Ganzwaschung, bei der wir Ihren Angehörigen einmal pro Woche komplett waschen. Dazu kommen, je nach Bedarf, kleinere tägliche Hilfen. Häufig wird die Grundpflege auch mit der täglichen Medikamentengabe kombiniert, sodass ein Besuch beides abdeckt. Wie genau Ihr Start aussieht, stimmen wir vorher gemeinsam mit Ihnen ab.
Wenn die Grundpflege nicht mehr reicht, können wir die Versorgung um Behandlungspflege oder Hauswirtschaft erweitern. Für Sie heißt das: eine Anlaufstelle, ein fester Ansprechpartner.
Wenn der Bedarf gewachsen ist und ein höherer Pflegegrad nötig wird, bereiten wir gemeinsam mit Ihnen den Antrag und den Termin beim Medizinischen Dienst vor.
In den meisten Fällen können wir innerhalb weniger Tage anfangen. Wenn es eilig ist, etwa nach einer Krankenhausentlassung, sind wir auch kurzfristig für Sie da.

Ihre Ansprechpartnerin
Pflegedienstleitung
Mo-Fr 8-15 Uhr erreichbar
In einem ersten Gespräch hören wir zu und schauen gemeinsam mit Ihnen, was wirklich passt — für Sie selbst oder Ihre Angehörigen. Tragen Sie sich unverbindlich ein und wir melden uns bei Ihnen.